Darmkrebsvorsorge kann Leben retten


Im Tumorboard kommen Chirurgen, Onkologen, Psychoonkologen und weitere Experten zur Strategiebesprechung zusammen. Hier zeigt der Chefarzt der Radiologie, Dr. Dieter Schopp, ein Bild einer virtuellen CT-Coloskopie.

Darmspiegelung ist effektives Mittel zur Früherkennung

Olpe, 06.03.2017 (KHS). Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des Darmkrebszentrums Südwestfalen findet der diesjährige Tag der Begegnung in der Volkshochschule des Kreises Olpe am 13. März ab 17 Uhr statt. Die Veranstaltung steht unter dem Aspekt „Darmgesund leben“. Neben Kurzvorträgen wird es mehrere Informationsstände geben, an denen auch Einzelgespräche möglich sind. Die Veranstaltung wird von Anne Willmes vom WDR moderiert.

Laut Studien des Robert-Koch-Instituts ist Darmkrebs in Deutschland – nach Lungenkrebs und Brustkrebs – die zweithäufigste Todesursache durch Krebs. Bei Frauen liegt Darmkrebs aktuell an dritter Stelle nach Brustkrebs und Lungenkrebs. Bei den Männern steht Darmkrebs an zweiter Stelle, nach Lungenkrebs und vor Prostatakrebs. Etwa jede 8. Krebserkrankung von Frauen und Männern in Deutschland betrifft den Darm. 170 Menschen erkranken täglich in Deutschland an Darmkrebs. 71 Menschen sterben pro Tag an dieser Krebserkrankung. Darmkrebs ist aber auch der Krebs, der mittels Vorsorgeuntersuchungen schnell identifiziert werden kann. Die berühmte Darmspiegelung verursacht bei vielen Patienten beim Gedanken daran bis heute Bauchschmerzen. Dabei ist sie effektiv, risikoarm, schnell und schaltet Polypen, aus denen sich Darmkrebs entwickeln kann, einfach und sicher aus.

Nicht breiter als eine Centmünze: Koloskope, wie sie in Magenspiegelungen eingesetzt werden.

Mit der Darmspiegelung Darmkrebs erkennen

Chefarzt Dr. Karl-Heinz Ebert ist Leiter des Darmzentrums Südwestfalen. Das Darmzentrum ist seit 10 Jahren zertifiziertes Zentrum und sensibilisiert jährlich im Darmkrebsmonat März die Bevölkerung im Kreis Olpe mit dem Tag der Begegnung. Im Mittelpunkt der Öffentlichkeitsarbeit des Darmzentrums steht die Darmkrebsvorsorge. Chefarzt Dr. Ebert: „Darmkrebs macht lange Zeit keine Beschwerden. Man kann sich gesund fühlen und dennoch Darmkrebs haben. Vorsorge heißt, sich ohne Symptome einer Untersuchung zu unterziehen. Denn sind erst Symptome vorhanden, ist es oft für eine Heilung zu spät. Eine Darmspiegelung ist nicht zeitaufwendig, schmerzhaft oder gefährlich. Die Darmspiegelung wird von Experten durchgeführt und ist sehr risikoarm.“

Ganzheitliche Behandlung

Ist Darmkrebs diagnostiziert, benötigen Betroffene eine ganzheitliche Behandlung. „Wir können allen Betroffenen nur empfehlen, sich in einem zertifizierten Zentrum behandeln zu lassen. In diesen Zentren wird regelmäßig durch die deutsche Zertifizierungsstelle OnkoZert überprüft, ob Patienten berufsgruppenübergreifend und nach dem aktuellsten Stand der Pflege und Medizin behandelt werden.“ Dies sei wichtig, so Dr. Ebert weiter, um Patienten der optimalen Behandlung zuzuführen. In zertifizierten Zentren kommen dazu Radiologen, Onkologen, Strahlentherapeuten, aber auch Sozialarbeiter, Psychoonkologen oder onkologische Fachpfleger im sogenannten Tumorboard zusammen. Gemeinsam diskutieren sie Therapie, Nachsorge und Betreuung und entwickeln eine Behandlungsstrategie.

Tag der Begegnung am 13.03.2017

Das Darmzentrum lädt alle Interessierte herzlich zum Tag der Begegnung am 13.03.2017 um 17.00 Uhr in die VHS des Kreises Olpe in der Kurfürst-Heinrich-Str. 34 in Olpe ein. Die Veranstaltung widmet sich intensiv dem darmgesunden Leben und ermöglicht Betroffenen, Angehörigen und Interessierten einen umfassenden Einblick in die Arbeit eines Darmkrebszentrums. Nach Kurzvorträgen besteht die Möglichkeit, sich individuell an Informationsständen zu informieren. Die Veranstaltung wird von Anne Willmes moderiert.

Der Eintritt ist kostenfrei.

Ihr Gesprächspartner:

Thomas Klur

Referent für Unternehmenskommunikation

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